Der Audi quattro turbo (urquattro)

       

Mit dem Hochleistungs-Coupe Audi quattro erregte die Ingoldstädter Autofirma auf dem Genfer Salon im März 1980 grosses Aufsehen. Es war der erste Serienwagen mit permanentem Allradantrieb und noch dazu mit Turbolader. Das über 220 km/h schnelle und 200PS starke Coupe bestach auch durch seine kantige Fastback-Karrosserie. Der Audi quattro war der Vorreiter einer Antriebstechnologie des Hauses Audi und prägte mit seinen sportlichen Erfolgen das Image der Marke mit den vier Ringen entscheidend.

Zum Modelljahr 1983 änderte Audi das Armaturenbrett, das nun mit Digitalanzeigen und Sprechcomputer besonders modern wirkte. Ab 1984 waren dann die 8 Zoll breiten Ronal Felgen zu bekommen, welche auch bei früheren Modellen gerne nachgerüstet wurden. Zum Modelljahr 1985 wurde der quattro einer optischen Kur unterzogen. Die Front zierten von nun an moderne, breitere Scheinwerfer, die Fern-und Abblendlicht zusammen vereinten. Ein neuer Kühlergrill umrahmte das Ganze. Am Heck wurden die Rückleuchten schwarz eingefärbt, was auch wieder eine Neuheit im Automobilbau darstellte. Viele Lenker kopierten diese neue "Mode" und lackierten ihre farbigen Leuchten selber von Hand um...was dem Tüv aber gar nicht gefiel!

In den Jahren 87/88 wurde dem quattro mit einer ersten Generation Katalysatoren die Kraft geraubt. Er durfte nur noch 165 Pferde im Stall haben. Die Kraftübertragung mit starrem Differenzial wurde durch ein Torsen-Zwischendifferenzial ersetzt. Im Juli 1989 erlebte der Ur-quattro seinen zweiten Frühling. Es wurde ihm ein 20V Zylinderkopf spendiert und der Hubraum wurde geringfügig angehoben. So durfte er bis Mai 1991 mit nun 220 PS noch im Verkauf bleiben, dann endete die Produktion und der S2 trat ein schweres Erbe an...